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Mann, Heinrich (1871-1950) Leben und Werk

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B) Literarisches Schaffen


1. Frühe Phase (1871 – 1904)

1. HM wurde durch die sittenstrenge, bürgerliche Gewissenhaftigkeit und durch den Patriachismus seines Vaters in seinem Schaffen als Schriftsteller geprägt. Entgegen dem Wunsch seines Vaters, dass HM Kaufmann werde, entdeckte er seine künstlerisch – malerische Fähigkeit während einer Reise nach St. Petersburg , über die er sorgfältig Tagebuch führte. Dies war sein erstes schriftstellerisches Zeugnis. Bevor er 1890 seine erste Novelle “Haltlos” schrieb, verfasste er zahlreiche Gedichte nach dem Vorbild seines damaligen “Lieblingsautoren” Heine, dessen formale Eleganz und romantische Ironie ihn anzogen. Im Gegensatz zum damals weit verbreiteten positivistischen und deterministischen Rationalismus, begann der junge HM irrationale, subjektivistische Elemente zu betonen. Dies ist die Grundlage für die für HM später fundamentale, idealistische Gegensätzlichkeit. Er näherte sich damit einer neuen geistig – künstlerischer Strömung: Der Neuromantik, in der bevorzugt irrationale Bewußtseinsphänomene, psychologische Probleme, Traumvisionen etc. behandelt werden. Ein Beispiel für die Neuromantik ist sein erster, 1894 fertiggestellter Roman “In einer Familie” . Neben diesem Roman versuchte er sich durch Artikel, die zunehmend zum Konservativen neigten, in wichtigeren Zeitungen einen Namen zu machen.

2. Seit Herbst 1896 entfernte er sich, nachdem er die Arbeit für Zeitungen weitestgehend eingestellt hatte, von der neuromantischen Gestaltung
und verfasste Novellen mit zunehmend realistischer und sozialproblematischer Thematik. Ein Impuls für diese Änderung war der ihm wohlbekannte Kontrast zwischen der Volksnähe in Italien und der Volksferne in Deutschland. Aus dieser Erkenntnis entstand sein Roman “Im Schlaraffenland”, der kritische Absichten gegenüber dem deutschen Volk beinhaltet. Er war auch der Beginn, des später typischen HM - Stils. In Manns nächstem Roman “Die Göttinnen”, der 1900 fertiggestellt wurde, übte er einerseits ästhetisch – moralische Bürgerkritik und andererseits Kritik am affirmativen Künstler – Komödianten. Später folgte “Pippo Spano”, eine der wichtigsten Novellen HM‘ s. Das Thema dieser Novelle ist das egozentrische Ästhetentum und das komödiantische Rollenspiel der Hauptperson.

  
Bürgerliches Gesetzbuch BGB
von Helmut Köhler
Siehe auch:
Handelsgesetzbuch HGB: ohne Seehandelsrech...
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Grundgesetz GG: Menschenrechtskonvention, Europäischer Gerichtsh...
Strafgesetzbuch StGB
Aktiengesetz · GmbH-Gesetz: mit Umwandlungsgesetz, Wertpapiererw...
Zivilprozeßordnung. ZPO
 
   
 
     
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